Google-Penalty für Meta-Keywords!!!!!!

google penalty für meta-keywordsSo oder so ähnlich könnte bald die Schlagzeile in vielen SEO-Blogs lauten, wenn Matt Cutts Ankündigung “Übermäßig SEO betreibende Webseiten” abzustrafen kein Bluff war. Es wird also geschaut:

  • Ist ein Keyword im Title
  • Ist dieses Keyword auch in den Meta-Keywords
  • Ist dieses Keyword auch in der Meta-Description
  • Ist dieses Keyword auch in der ersten H1
  • Ist dieses Keyword auch in der zweiten H1
  • Ist dieses Keyword auch in der einzigen H2
  • Ist dieses Keyword auch als Linktext für den Home-Logo-Link (statt “Startseite”) genutzt worden

Wenn das alles zutrifft, ist die Website überoptimiert und wird bestraft

Nun, dies ist wohl alles ein wenig überspitzt gesagt, und die Meta-Keywords werden sicherlich keine Rolle spielen. Aber mal sehen wer mehr als meine Headline liest um dann unten zu kommentieren

Ein wenig Wahrheit wird sicherlich in der Liste oben liegen … überlegen wir doch einmal was Google unter sauberer, legaler und sogar gewollter Suchmaschinenoptimierung versteht:

Google möchte erkennen um was es auf einer Seite geht und rät den Webmastern sogar zu Suchmaschinenoptimierung indem ihnen ein Google-eigenen SEO-Guide an die Hand gegeben wird.

Allerdings hat Google so langsam die Nase voll von “SEO”s, die mit allen Tricks und Mitteln (finden von Lücken in der Logik des Google-Algos) die eigenen oder die Webseiten ihrer Kunden nach vorne “mogeln”, ohne dass diese Seiten dort eine Existenzberechtigung haben (sprich: den Usern von Google keinen wirklichen Mehrwert bieten).

Bereits das Panda-Update (so wie jedes andere Update des Google-Algos) hat darauf abgezielt ein klein wenig hochwertigere Ergebnisse zu bevorzugen und weniger “wertvolle” Seiten in den Tiefen der Serps verschwinden zu lassen.

Ich bin lange genug in der SEO unterwegs und habe für renommierte und (fast) weiß arbeitende Unternehmen (an dieser Stelle liebe Grüße an Alan und Uwe) gearbeitet, als auch für die andere Seite an Unternehmen (in denen ich als Onpage-Consultant dann den einzigen “weißen” Fleck darstellte … zusammen, mit dem Team, dass ich dort aufgebaut habe … an dieser Stelle ebenso liebe Grüße an Martin M. und Alex P., die durchaus freundliche Arbeitgeber waren – nur unsere Meinung über SEO und was man davon den Kunden antun darf war einfach zu unterschiedlich).

OK, aber zurück zu unserem Thema: Was meint Google wohl mit “zu viel” SEO betreibenden Unternehmen?

Nun, die Offpage-Seite wird sich jeder von Euch denken können, immerhin sagen die offiziellen Google-Sprecher oft genug wie “böse” es ist Links zu kaufen. Google hat hier durchaus viele Möglichkeiten solche unsauberen käufliche Quellen (Artikelportale von Eisy vorgestellt – mitsamt der Vorteile und Risiken) aufdecken zu können. Wie das genau geht wird schon an vielen Stellen im Web besprochen (auch ich habe bereits darüber geschrieben) und ein Blick in den Export des LinkCheck im SEO DIVER gibt Euch auch ein paar kleine Hinweise. …

… schauen wir uns lieber einmal

Onsite- und Onpage-Faktoren an, die Zeichen für Überoptimierung sein könnten:

  • Sneaky hidden Redirects” (wie Alan Webb “singen” würde) sind allen klar – BÖSE
  • Doorway-Pages (siehe “Sneaky hidden Redirects”)
  • Hidden Text (s.o.)
  • Cloaking
  • … dies sind Beispiele für Methoden, die für mich in den Bereich “Black-Hat” oder besser “Onsite-Black-Hat” fallen

Diese Methoden hat Google schon lange auf dem Schirm und genauso wie findige Coder immer wieder neue Wege finden solche “bösen Tricksereien” zu unternehmen, finden die Google-Coder immer wieder Wege diese aufzudecken und zu entwerten.

Doch es gibt durchaus Methoden, die jeder saubere Onpage-SEO in seiner Toolbox hat und bei seinen Kundenseiten immer wieder anwendet, um ihnen einen kleinen Vorteil zu verschaffen. Auch ich tue das und habe (bislang) kein schlechtes Gewissen dabei gehabt:

Hier ein paar Beispiele, die Google durchaus als “Überoptimierungs”-Signale sehen könnte, da sie der normale Webmaster (selbst wenn er ganz clever ist – aber keine Ahnung von SEO hat und nur den SEO-Guide von Google selbst verinnerlicht hat) nicht anwenden würde:

  • Home-Logo mit Keyword-Alt-Tagversehen (statt mit dem Domainnamen, Brand oder “Startseite”).Da ist “Schuhe und Mode bei Zalando.de” noch harmlos, durch den longtailigen und brand-kombinierten Charakter … Money-Keyords als Home-Anchortext wie “Schuhe” oder “Schuhe kaufen” sollte man in Zukunft aber vielleicht vermeiden.
  • Hohe Keyworddichte… sicher versuchen wir alle unsere Hauptkeywords der einzelnen Unterseiten (sprich: Landingpages) so sinnvoll und oft wie es dem Besucher zumutbar ist (ohne ihn zu stören – wir sind ja “saubere” SEOs) unterzubringen. Und doch unterscheidet dies stark optimierte Seiten von denen unbedarfter Webmaster.Onlineshops mit künstlich erhöhter Keyworddichte auf Produktdetailseiten wie mit solchen Zwischenüberschriften z.B.
    • Produktbeschreibung von Artikelbezeichnung
    • Leute, die Artikelbezeichnung gekauft haben kauften auch
    • Zu Artikelbezeichnung ähnliche Produkte

    sollten vielleicht ein wenig vorsichtiger sein und einen Gang zurückschalten.

    (Ich gebe zu – so habe ich beispielsweise versucht in Onlineshops ein wenig mehr Keyworddichte in die Produktseiten zu bekommen – mit Erfolg!)

  • 301-Weiterleitungen alter Unterseiten(mit vielen Links oder Rankings)Natürlich möchte ich als SEO Seiten, die keinen Nutzen mehr haben oder “verschwunden sind” weiterleiten um den Linkjuice anderen Unterseiten zugute kommen zu lassen. Doch …

    … auch wenn die mittlerweile verschwundene Unterseite über “modische Gummistiefel” wirklich tolle Links von vielen Online-Modemagazinen hat und auch immer  noch guten Traffic bringt … sollte man sich vielleicht 2x überlegen ob diese wirklich auf die “wichtigere” Unterseite über “Damen-Lederstiefel” gelenkt werden sollte.

    Wir sollten nicht vergessen, dass Google ein laaaanges Gedächtnis hat und durchaus sehen kann, dass diese Weiterleitung nur einem Zweck dient … also ein Signal für “zu viel SEO”?

  • Bilder-SEOist mittlerweile zu einem beliebten Thema geworden. SEOs raten schon seit Beginn von Onpage-SEO ihren Klienten dazu jedes Element der Website auf die wichtigen Keywords zu optimieren … also auch Bilder im passenden alt-Attributen (mit Keyword) zu versehen.Der normale Webmaster macht sich aber hierüber entweder keine Gedanken (und lässt den alt-Tag leer oder vom CMS automatisch befüllt mit dem Dateinamen), oder er macht sich richtig Gedanken und beschreibt das Bild (idealerweise sehr kurz) – in den seltensten Fällen bekommt das alt-Attribut also das identische Keyword verpasst, wie Worte aus dem Title oder der Überschrift
  • Überschriften… ein sehr ähnliches Thema, wie die Bilder … viele übermotivierte SEOs versuchen “ihr” Keyword in jeder Überschrift unterzubringen, die die Unterseite enthält: H1, H2, H3, H4, …Doch macht der normale  Webmaster das? Wenn er das Konzept der H-Tags versteht (und sie nicht stattdessen als Designmittel misbraucht) wird der Webmaster sinnvolle Überschriften für seine einzelnen Textabschnitte finden – hier mag sich ein wichtiges Wort mal wiederholen – aber in jeder Überschrift? Wohl eher nicht.

Ihr seht – es gibt viele “White Hat”-Methoden, die von vielen SEOs eingesetzt werden, um Webseiten auf bestimmte Keywords zu optimieren … zusätzlich ein wenig von außen angelinkt und die Seiten schießen nur so in die Top-Rankings. Richtig?

Ja, Noch! … aber “Überoptimierung” kann in Zukunft (und in vielleicht gar nicht mehr so ferner Zukunft) zu einem Signal für Google werden diese Website nicht mehr zu den Favoriten zu zählen und lieber weniger optimierten Seiten mit natürlicherem Trust und natürlicherem (aber trotzdem “optimiertem”) Content den Vorzug zu geben.

Martin Wandl hat darüber auch schon Bestrafung von zuviel SEO geschrieben, die T3N aus Hannover ebenso, Klaus Patzwald hat das Matt Cutts Interview ebenso kommentiert, wie natürlich die Jungs von SEO-United.

Doch was ist Eure Meinung? Welche “SEO-Techniken” zählen wohl zu den Überoptimierungs-Kennzeichen, die Google angehen will?

Ich möchte Euch die guten Kommentare aus dem alten Blog nicht vorenthalten:

Von Michael: Na Prima! Wollte gerade mal Website – Webite sein lassen und so laufen lassen… nun machste mich wieder unruhig ;)

Was ist deiner Meinung (Frage allgemein an die erfahrenen SEOs gerichtet)
nach entscheidend für Google, um einen Mehrwert im Content für die User zu erkennen? Absprungrate, Klickverhalten, Verweildauer etc?

Als kleiner Webmaster mit viel Leidenschaft im Herzen, der nur die Grundlagen vom SEO versteht und anwenden kann, tendiere ich natürlich oft ungewollt zur Überoptimierung… denke ich ;)
Ich sehe immer die großen, die vor mir ranken mit total übertriebene Titel in den SERPs, wo das Keyword 3 mal vorkommt – und es scheint ja zu funktionieren, sie stehen damit weit oben (noch). Also was tun ? …. Ich suche weiter das Geheimnis und die Magie des SEO ;)

Beste Grüße aus Köln,
Michael

Meine Antwort: Hallo Michael, na schieb mal nicht gleich Panik:
es gibt eine kleine Faustregel – wenn Du Dich an die hälst bist Du auf der sicheren Seite:
“Würdest Du Deine Optimierungsmaßnahmen auch durchführen wenn Du nicht auf Traffic von Google angewiesen wärest?” – übersetzt heißt das – glaubst Du selbst, dass Deine Optimierungsmaßnahmen auch einen weiteren Sinn und Zweck erfüllen, als nur für Google dazusein?

Ein Beispiel:
Ich rate Shopbetreibern immer wieder gerne jeden Unterseiten-Title individuell und vor allem aussagekräftig zu halten. Für Produktseiten bedeutet dies z.B. die konkrete Produktbezeichnung an den Anfang zustellen.
Nicht-SEO-Grund hierfür ist, dass der Title auch bei minimiertem Fenster in der Windows-Taskleiste angezeigt wird und der User so sofort weiß welches Fenster er denn wieder vergrößern möchte.

Ein anderer Web-Shop-SEO-Tipp: Auf den Produktdetailseiten Crossverlinkung anzubieten nach dem Muster “ähnliche Produkte” oder “wer dies kaufte sah sich auch dieses an”, … den SEO-Grund kennen wir alle – doch auch dem User, der mitten im Entscheidungsprozess steckt welches Handy oder Buch er sich denn kaufen soll ist damit geholfen.

Im Grunde gibst Du Dir in Deiner Frage schon selbst die Antwort indem Du schreibst “[...]mit total übertriebene Titel in den SERPs, wo das Keyword 3 mal vorkommt[...]” – wenn Dir das schon übertrieben vorkommt, wird das unter Umständen auch Google für eines der kommenden Algo-Updates in Betracht ziehen. Wenn nicht dieses Jahr, dann vielleicht nächstes Jahr ;-)

Aber ich versuche mal einen Blick in die Kristallkugel: Es werden dieses Mal sicherlich nur Seiten abgestraft, die ins Visier genommene Überoptimierungsmaßnahmen im großen Stil einsetzen. Wird die ein oder andere Unterseite “überoptimiert” braucht man wohl noch keine Angst zu haben,

Dies alles unter der Voraussetzung, dass tatsächlich Onpage- und Onsitemaßnahmen in den Fokus dieses Updates geraten.
Es bleibt ja auch noch die Möglichkeit, dass Google glaubt einen Weg gefunden zu haben unabhängiger von Links zu werden. Was wiederum bedeuten könnte, dass Seiten, die durch Anchortext-optimierte Backlinks so tolle Rankings haben auf einmal nach hinten fallen (weil ihnen sonstige Autorität oder die “neuen” Signal fehlen, die Google statt dessen betont bewerten wird).

Fazit: Hast Du ein gutes Gewissen und Deine Seite gefällt Deinen Usern und sie halten sich lange und gerne dort auf, kehren wieder (und das nicht nur über die Google-Suche, sondern auch über direkten Traffic und viele andere Verweis-Webseiten) brauchst Du Dir keine Sorgen zu machen ;-)

Von Michael: Hallo Marcus, ich vertraue deinem Blick in die Kristallkugel absolut ;)

Genau die Geschichte mit den Unterseiten-Title bin ich vor kurzem bei mir angegangen. Als ich damals mit der Seite online gegangen bin, habe ich nur die oberflächliche Bedeutung von Page Rank und Keywords verstanden und habe in fast jedem title meinen Suchbegriff reingeknallt. Ich dachte die Welt des SEO bestehe nur aus Backlinks und Keywords. (Sorry, ich war jung und brauchte den traffic).
Später habe ich dann einfach angefangen wie ein Besucher meiner eigenen Site zu denken (und zu fühlen) – vernünftige Titelnamen, sinnvolle Navigation, wenig nerviges Zeug etc… Analytics gab mir dann die Bestätigung.

Und eben das sehe ich bei den “großen” in meiner Branche nicht! Sie denken offensichtlich NUR an Google und ich hoffe wirklich, dass Sie den Algo verbessern, um dies zu erkennen. 5000 Backlinks gekauft, geklaut und ergaunert und wenig durchkommen für die “kleinen” – das nervt und frustriert langsam. Als Anfänger denkt man natürlich: “och joa, wenns klappt” und schaut es sich ab.

Persönliche Meinung: Ich für meinen Teil versuche jetzt logisch zu denken. Google will Qualität sichern und seinen Nutzern weitergeben, also langfristiges SEO betreiben. Kurzfristiges ist die “schwarze Magie”, die manche SEOs betreiben – diese ist (so hoffe ich) hoffnungslos zum Scheitern verurteilt ;)

Ich betreibe keinen Shop-System – biete Informationen an – verstehe aber was Du mir mit den Shop-Beispielen sagen willst und ja, es beruhigt mich und lässt mich nun doch noch ein ruhiges und SEO freies Wochenende genießen :D

In diesem Sinne, schönes Wochenende, obwohl es ja schon fast vorbei ist. (MEZ +7) ;)
Besten Gruß,
Michael

Ein Gedanke zu “Google-Penalty für Meta-Keywords!!!!!!”
  1. Hallo,

    na das ist ja mal ein gelungener Beitrag zum Thema Suchmaschinenoptimierung. Ich bin mir sicher, dass sehr viele Webseiten aber so etwas von überoptimiert sind, dass die Webmaster schnell reagieren sollten. Dieser Beitrag hier, zeigt hanz klar worauf es ankommt.
    Gruß
    Frank

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