Als Fruchtbarkeitsgöttin von den alten Ägyptern verehrt wurde Bastet oft in Gestalt einer Katze oder als Frau mit Katzenkopf dargestellt. Bastets Aufgabe als ägyptische Göttin der Liebe und der Fruchtbarkeit ist es den Schutz der Schwangeren sicherzustellen.
Die überaus friedfertige Göttin Bastet war zu Beginn allerdings nicht durchweg gutmütig, sondern besaß ebenso zornige Eigenschaften. Diese wurden aber nach und nach auf eine weitere Göttin übertragen, die als böses Alter Ego der Bastet gilt: Sachmet.
Die ägyptische Göttin Bastet in der modernen Roman-Literatur
In dem Roman “Horus” von Wolfgang Hohlbein stellt der Autor die Existenz der Götterwelt des alten Ägyptens im auslaufenden 19. Jahrhundert dar. Die Welt der ägyptischen Götter ist seit Zeitaltern vorbei, die Götterwesen selbst exisitieren allerdings noch und fristen ihr Dasein zwischen den Menschen. Hauptfigur des Romans ist die Göttin Bastet, die wir im London zur Zeit Jack the Rippers begleiten und deren in´neren Konflikt mit ihrem Alter Ego Sachmet wir verfolgen dürfen.
Bastet ist in Hohlbeins Roman einegroßgewachesene nubische Göttin in beeindruckender Figur mit wallendem roten Haar. Die nubisch schwarz-ägyptische Göttin, die sich vergeblich zur Tarnung “Bast” nennt, sucht in London nach ihrer Schwester Isis, welche ihr sehr ähnlich sieht.
Im Laufe des Romans treffen wir neben Bastet und Isis auch auf Horus den Falkengott und auf Jack the Ripper, der tatsächlich enttarnt wird – wer also wissen möchte wer der/die echte Jack the Ripper war, sollte sich diesen Roman zu Gemüte führen. Ich hatte sehr viel Freude beim Lesen.