Das Thema des WebmasterFriday heute ist “Stellung beziehen und Haltung einnehmen”. Wie wichtig ist es (für uns Blogger) eine klare Stellung zu einem Thema zu beziehen? Sollen wir versuchen objektiv zu bloggen, weil wir dem Leser das schuldig sind – oder will der Leser unsere konkrete Meinung? Ich muss zugeben, ich bin hin- und hergerissen bei dieser Frage.
Für diesen meinen Blog hier vertrete ich die Ansicht, dass ich schreibe wo ich Lust zu habe und gebe auch meine persönliche Meinung (oder meine persönlichen Abgleitungen in die Welt der Fantasie) wieder. Das muss nicht alles der Wahrheit entsprechen – das kann und darf ruhig auch mal daneben liegen (immerhin habe ich mit dem Zusatz im Blogtitel “satirisch” auch ein wenig Narrenfreiheit und nicht jeder sollte immer alles für Ernst nehmen, was ich hier vom Stapel lasse … für die ernsten Themen gibt es in Kürze einen seriösen SEO-Blog von mir und ein paar Kollegen).
Doch ich bin ich und Ihr seid Ihr … und da ich ich bin will ich den Beitrag auch auf die gewohn esoterische Seite beschließen und ein Orakel befragen, damit ich Euch einen klaren Rat mit auf den Weg geben kann.
Ich ziehe jetzt eine zufällige Karte aus meinem Tarot-Deck: <trommelwirbel>10 der Stäbe</trommelwirbel>
Die Karte 10 Stäbe zeigt einen Mann, mit zehn Stäben. Diese sind sehr schwer und er muss sich unter ihrer Last beugen. Der Mann versucht siene Last zum Ziel zu tragen egal wie schwer es für ihn ist. Ob er das auch wirklich schafft, wissen wir nicht. Sehen wir genauer und mit Verstand hin, bemerken wir, das er sehr umständlich an die Sache herangeht – könnte man die Stäbe nicht auch effizienter tragen/transportieren?
Diese Karte symbolisiert, wie Blogger mit dem Standpunkt des “Stellung Beziehens” umgehen. Sie sind hin und her-gerissen. Sie wollen objektiv ein Thema “verkaufen” und doch ist ihr ursprüngliches Bestreben ihre eigene Meinung wiederzugeben. Oftmals kommt der ursprüngliche Gedanke “jetzt mach ich einen Blog und schreibe worüber ICH will und WAS ich will” abhanden wenn man bemerkt, dass man Besucher hat, die bestimmte Beiträge mögen und andere wieder nicht. Der Blogger beginnt nicht mehr für sich selbst sondern für den User zu schreiben.
Diese Last wiegt schwer auf dem Blogger und er weiß nicht wie er seine 10 Stäbe ins Ziel bringen soll.
Tja, doofe Karte? Ich denke nicht! Sie zeigt einfach was draußen los ist – eine Entscheidung müsst Ihr aber schon selbst treffen
Ebenfalls über das Thema ausgelassen haben sich heute morgen bereits:
- der Politwirt
- die Webdesignlabs
- das Netz-Universum
- sein WordPress-Heft
- im Traum reich werden
- Flickr Comments
- Nachsitzen
- BohnCore
- ein Ostwestfalle im Rheinland
- dem Blog Café
- und Crazy Girl
Wer gerne seine eigene Tages-Tarotkarte ziehen möchte aber mit seinem Androd-Phone bereits in der Bahn sitzt kann ja mal schauen ob diese App etwas für ihn ist: Galaxy Tarot für Android
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Hallo,
letztendlich kommt es wie du es angdeutet hast auf das Genre an. In die Satire gehört etwas anderes als in die Rezension oder die Kritik. Am Ende muss immer der Besucher zufrieden gestellt werden.
Oft frage ich mich aber auch wirklicu: Wie kann ich über etwas schreiben ohne klare Meinung?
P.s.: Danke für die Verlinkung
Jannick
Das zeigt doch ganz schön, was draußen wohl wirklich los ist
Erstmal muss ich sagen sehr schon geschrieben, mit dieser Thematik wird sich wohl jeder Blogger schon mal auseinader gesetzt haben, ich muss sagen, dass ich auch viel zu oft den Fehler machen und meiner persönlichen Meinung abweiche um die Artikel für Besucher noch interessanter zu werden. Doch das ist das gefährliche, denn man ist dann nicht man selbst …
Ich finde es auch ganz schön schwer objektiv an das Thema heran zu gehen oder doch eher mit der Persönlichen Meinung das Thema zu vermitteln. Da ich mich nicht immer so ganz entscheiden kann, mache ich auch gerne mal ein bisschen von beiden und nehme mir die Freiheit heraus die ich auch irgendwo habe, denn Meinungsfreiheit sollte gewährleistet werden, jedoch sollte es immer noch sachlich und informativ sein, da sonst der Leser es auch ganz schnell falsch verstehen kann. Jeder hat so seine ganz persönliche Technik die nicht immer von der falschen Seite angegangen wird und daher auch so Fortgesetzt werden sollte. Sollte dieses nicht so der Fall sein wird er das von seinen Lesern zu hören bekommen.
Und genau darum geht es, sich selber treu bleiben und nicht verbiegen. Seine Meinung zu haben und seinen Schreibstil beizubehalten.
Sonst wird man ja körre in der Birne. Wenn man anfängt sich zu verbiegen.
LG Tomek
Ich denke dass man beim Schreiben ganz man selber sein sollte. Dabei entstehen die besten Texte. Die Leser werden den Mix zu schätzen wissen, da so eine gewisse Abwechlung reinkommt und es nicht eintönig wird.
Ansonsten ist das ein schöner Artikel.